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Lederlexikon E - H

E:

Echtes Leder:

siehe "RAL 060 A2"

Epidermis:

ist die Oberhaut der Rohhaut, Sie wird in drei Schichten unterteilt: Hornschicht, Körnerschicht und die Schleimschicht. Die Epidermis macht ca. 1% der gesamten Dicke der Rohhaut aus. Siehe "Aufbau der Haut".

Echtheiten:

„Je höher die Echtheiten sind, desto besser ist ein Leder“, so denkt ein Laie gerne über die Lederqualität .

Der Gerber gerät hierbei regelmäßig in „Schwierigkeiten“, ein tolles, weiches, atmungsaktives Anilin-Leder kann nicht pflegefreundlich sein! Denn bei Leder gilt ein ungewöhnlicher Grundsatz: Je hochwertiger und damit teurer ein Leder ist, umso empfindlicher ist es meist (Stiftung Warentest, Möbel kaufen – Qualität erkennen).

In der RAL-GZ 430 sind Anforderungen (Echtheiten) an Möbelleder aufgelistet, wie zum Beispiel: Lederfarbechtheitsprüfung, Lichtechtheit, Reibechtheit etc. Die Echtheiten werden auch nach Ledertyp unterschieden, dass heißt, ein Anilin-Leder kann nicht so gute Lichtechtheitswerte haben wie ein gedecktes Leder oder ein Nubukleder benötigt keine Dauerfaltverhaltenswerte, da es keine Zurichtung besitzt. So werden von Ledertyp zu Ledertyp und dem Verwendungszweck die Anforderungen (Echtheiten) unterschieden.

Entkälkung:

Ist ein Prozess in der Lederherstellung, der auf den Äscher folgt. Hierbei wird die eingelagerte, chemisch gebundene Kalkmenge (eingebracht durch den Äscher) durch Überführung in leicht lösliche Salze entfernt. Eingesetzte Chemikalien hierbei sind: Milchsäure, Ammoniumchlorid, Ammoniumsulfat oder zum Beispiel CO2. Hierbei wird der pH-Wert vom Äscher 12,5-13,0 auf ca. 8-8,5 (bei einer ammonsalzhaltigen Entkälkung) gesenkt, somit kann die Beize erfolgen.

Entfleischen:

Kann an zwei Stellen der Lederherstellung stattfinden, entweder nach der Weiche oder nach dem Äscher , der entstehende Abfall aus Fleisch und Unterhautbindegewebe wird Leimleder genannt. Heutzutage werden für das Entfleischen spezielle Entfleischmaschinen mit einem scharfen Messerzylinder verwendet.

Flanke:

siehe "Stellung der Haut"

Fläme:

siehe "Stellung der Haut"

Faltenbildung:

siehe "Dehnbarkeit"

Farbechtheit:

siehe "Lederfarbechtheitsprüfung"

Flexibilität:

siehe "Dauerfaltverhalten"

Filk:

Das Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen ist ein Brancheninstitut, welches sich als Vorbereiter von praxistauglichen Lösungen für kleinere und mittlere Industrieunternehmen versteht. Kernkompetenzen sind:

• Laborprüfungen

• Produkt- und Verfahrensentwicklung

• Studien, Expertisen und Gutachten

• Weiterbildung, Fachtagungen, Seminare, Lehrgänge

• Fertigung von Spezialprodukten

FOC-Leder:

Sind Leder, die „free of chrome“, also chromfrei gegerbt wurden. Diese Leder finden in der Automobil- und Möbelindustrie immer häufiger Ihre Verwendung. Hierbei werden andere Mittel zum Gerben eingesetzt, wie zum Beispiel synthetische oder pflanzliche (vegetabile) Gerbstoffe.

Färbung:

Prozess in der Lederherstellung, welcher nach der Gerbung, dem Abwelken und Falzen stattfindet. Die Färbung des Leders ist die farbliche Gestaltung des Lederquerschnitts und/oder der Lederoberfläche durch den Einsatz wasserlöslicher Farbstoffe. Nicht jeder Lederartikel erfordert eine Durchfärbung des Lederquerschnitts, somit gibt es die Möglichkeit zum Beispiel über eine Bürstfärbung (Farbstofflösung wird mit einer Bürste auf die Oberfläche aufgebracht) nur die Lederoberfläche zu färben. Oder es wird eine Fassfärbung durchgeführt, welche zur Durchfärbung der Lederquerschnittes eingesetzt wird.

Bei der Färbung von hochwertigen Anilin-Ledern muss auf folgende Parameter geachtet werden: einwandfreie Farbegalität, gute „Fehlerabdeckung“, große Farbtiefe bei geringstem Farbstoffeinsatz, sowie hohe Farbechtheit.

Finish:

siehe "Zurichtung"

Fleischseite:

Die velourartige Rückseite des Leders, welche mit dem Tier verbunden war.

Falzen:

Durch das vorherige Abwelken lassen sich die Leder nun gleichmäßiger bearbeiten/falzen. Dies bedeutet, dass durch ein Abhobeln/Abscharben von Leder auf der Fleischseite durch einen sehr scharfen Messerzylinder eine Lederdickenregulierung stattfindet. Die entstehenden Falzspäne können in der Lefa Herstellung (siehe "Lefa") verwendet werden.

Farbstoffe:

Haben die Fähigkeit, andere Materialien zu färben. Farbmittel ist der Überbegriff laut DIN 55943, jedoch sind Farbstoffe nur die Farbmittel die im Anwendungsmedium (z.B. Wasser) löslich sind. Pigmente hingegen sind unlösliche Farbmittel. Mit Farbstoffen werden meist Leder, Textilien und Papier gefärbt, Kunststoffe und Lacke meist mit Pigmenten.

Fettausschlag:

Kann aus nicht entfernten Naturfetten, schlechten zugesetzten Fetten etc. entstehen. Dieser Fettausschlag lässt sich häufig durch Erwärmen (Rubbeln mit dem Finger, Föhnen) vorübergehend wieder entfernen. Falls der weißliche Belag nicht durch das Erwärmen „einzieht“, ist damit zu rechnen, dass es sich um Schimmel handelt. Sichtbar wird dieser Fettausschlag durch Luftfeuchtigkeits- und Temperaturschwankungen.

Fettausschlag

Fettung:

Jeder Ledertyp benötigt eine zugeschnittene Auswahl und Menge an Fettungsmitteln, da diese die Weichheit und Dehnbarkeit des Leders beeinflussen. Diese Fettungsmittel entstehen aus verschiedenen Rohstoffen, die chemisch aufbereitet werden, wie zum Beispiel: Seetieröl, Tierfett, pflanzliche Öle und Fette, Wachse, synthetische Fette. Ohne den Einsatz von Fettungsmittel in der Lederherstellung würde das Leder hart werden, da kein „Schmiermittel“ um die Fasern vorhanden wäre.

Fogging:

Bezeichnet das Ausdünsten von Stoffen/Gemischen aus fertigem Leder, daher muss in der Lederherstellung von Anfang an (auf den Produkteinsatz bezogen) auf den späteren Verwendungszweck geachtet werden, wie zum Beispiel Fettungsmittelauswahl oder Zusammensetzung der Zurichtung. Automobilhersteller geben Grenzwerte für Fogging an, da beim Aufwärmen des Fahrzeuginnenraums dieses Ausdünsten begünstigt/gefördert wird, die Stoffe setzen sich auch an der Windschutzscheibe nieder (kondensieren) und beeinträchtigen die Sicht. Deshalb müssen gewisse Grenzwerte eingehalten werden.

Fleischspalt:

siehe "Spalten"

Fettstellen/-flecke:

siehe "Lederschäden durch Unfälle/Gebrauch"

 

G:

Gedecktes Leder:

siehe "Lederarten"

 

Geprägtes Leder:

Das Aufpressen eines künstlichen Narbenbildes nennt man in der Lederherstellung Prägen. Je stärker die Leder abgedeckt/zugerichtet werden, desto wahrscheinlicher wird die Prägung der Lederoberfläche, da das natürliche Narbenbild verdeckt wird. Die Prägung ist unabhängig vom Ledertyp, es kann sowohl ein Anilin-Leder, Semianilin-Leder, pigmentiertes Leder oder ein Nubukleder geprägt werden. Ja nach Kundenwunsch, zum Beispiel aus einem Rindleder optisch ein Krokodilleder machen, welches viel kostengünstiger ist.

Weitere Gründe für das Prägen der Lederoberfläche ist die Egalisierung der Oberfläche, Egalisieren von Narbenfehlern/-schäden, modische Aspekte, Effekte etc.(evtl. Abb. Prägewalze, Prägeplatte, geprägte Lederoberflächen).

GeprägteOberfl

Glacégebung:

Glacéleder können aus Lamm- oder Ziegenfellen hergestellt werden. Diese Gerbung besteht aus Alaun, Mehl, Kochsalz und Eigelb, gefärbt werden diese Leder nur oberflächlich mit einer Bürstfärbung. Vorsicht ist bei der Reinigung und Pflege des Leders angebracht, da die klassische Glacégerbung nicht waschbar ist.

Gerber:

Ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz, mit einer Lehrzeit von drei Jahren. Ein Gerber erlernt die Bearbeitung von Rohhäuten zu Leder, für die Pelzherstellung wird der Pelzveredler ausgebildet.

Gerbung:

Stabilisierung der Haut zur Fäulnisbeständigkeit, dies erreicht die Gerbung durch Vernetzung der Kollagenketten mit verschiedenen Gerbstoffen.

Ablauf von der Rohhaut zum chromgegerbten Leder in einer Gerberei (Lederherstellungsablauf):

Rohware (konserviert oder frisch) • Weiche • Äscher • evtl. Entfleischen • Spalten • Entkälkung und Beize • Pickel • Gerbung • Abstumpfen

Ablagerung der Wet-blue • Abwelken • Sortierung • Falzen • Waschen • Neutralisation • Waschen • Färbung • Nachgerbung • Fettung

Fixierung • Ablagern auf Bock • Trocknen • Stollen • evtl. Spannen • Beschneiden • Zurichten, Beispiel Semi-Anilin: Grundierung / Deckschicht / Top

Finish / ggf. bügeln oder prägen / Millen/Walken / Sortieren • Messen

 

Hier geht's zum Film über Lederherstellung 

Gerbstoff:

Gerbstoffe werden in unterschiedliche Kategorien unterteilt:

•  Mineralgerbstoffe (wie zum Beispiel: Chrom-, Aluminiumgerbstoff)

•  pflanzliche oder vegetabile Gerbstoffe (wie zum Beispiel: Mimosa, Eichenrinde, Kastanie etc.)

•  synthetische Gerbstoffe

•  Öl- und Fettgerbstoffe, Trane

•  spezielle traditionelle Gerbarten, wie zum Beispiel die Rauchgerbung

Glattleder:

Ist ein Überbegriff für alle Lederarten, bei denen die Narbenseite nach außen, also für den Kunden sichtbar, verarbeitet wurde, wie zum Beispiel: Anilin-Leder, Semianilin-Leder und pigmentiertes Leder. Diese Bezeichnung ist unabhängig von der Tierart, Lederdicke oder der Oberflächenstruktur. Wenn die Narbenseite angeschliffen wurde, wird von einem Nubukleder (Rauleder) gesprochen.

RindKroko  Rindsleder und Krokoleder

 

H:

Haptik:

Das Erfühlen von Oberflächenbeschaffenheiten, Größe, Konturen etc. wird als haptische Wahrnehmung bezeichnet. Bei Leder wird der Begriff Haptik mit dem Griff eines Leders in Verbindung gebracht. Beispiel hierfür ist die samtige Haptik für ein Nubukleder oder eine warme, weiche Haptik für ein Anilin-Leder.

Haarseite:

siehe "Narbenseite"

Haarlöcher:

Sind Einbuchtungen im Narben (kleine Löcher). Durch die Anordnung der Haarlöcher für die einzelnen Tierarten auf charakteristische Weise, ergibt sich das Oberflächenbild (Narbenbild) des Leders. Somit kann durch die Anordnung der Haarlöcher die Tierart bestimmt werden.

Ziege  Narbenbild einer Ziege

Hydrophobierung:

siehe "Imprägnierung"

Haftfestigkeit der Zurichtung:

Bei Ledern mit einer geschlossenen Zurichtung auf der Lederoberfläche, ist es wichtig, die Haftfestigkeit von der Zurichtung zum Leder zu bestimmen. Da dies ein Qualitätsmerkmal ist und bei nicht erreichtem Wert Probleme im Gebrauch und in der Verarbeitung mit sich bringt, wie zum Beispiel das Abschälen der Zurichtung von der Lederoberfläche, Prüfung laut DIN EN ISO 11644

AbschälendeZurichtg

 

 

Hydrolysebeständigkeit:

Bei diesem Test wird das feuchte Leder über eine bestimmte Zeit, mit einer bestimmten Temperatur (also bei einem definierten Klima) gelagert und beobachtet. Hierbei wird betrachtet, wann der Zerfall eines Leders beginnt.

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