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Lederherstellung

Von der Tierhaut zum Leder

Leder_auf Bock

Leder ist vielseitig – sowohl in seiner Verwendung als auch in seinem Ursprung.

Jede tierische Haut kann für die Herstellung von Leder verwendet werden Die meisten aller weltweit verarbeiteten Häute stammen als „Abfallprodukt“ der Lebensmittelindustrie von Rindern, Kälbern, Schafen, Ziegen, Schweinen und Pferden. Für die Modebranche werden allerdings auch Häute exotischer Tiere wie Krokodile, Antilopen, Känguru, Strauß, verschiedene Fischarten wie Aal oder Rochen und auch Schlangen verwendet.

Für die spätere Lederqualität ist die ursprüngliche Haut von großer Bedeutung. Gute Tierhaltung und ein zuträgliches Klima verleihen dem Rohmaterial eine bessere Qualität als Massentierhaltung in engen Ställen. Die natürliches Herkunft des Tieres macht das spätere Leder so unverkennbar, so individuell, so besonders.

Wie genau wird die rohe Tierhaut zum Leder?

Die deutsche Gerberei Heller zeigt im folgenden Video den langen Weg von der Kuhhaut bis zum Sofa.

 

Diese Fotos haben wir bei einer Betriebsbesichtigung der Gerberei Gmelich für Sie gemacht:

Bildrechte: LCK_Gmelich

Erstmal muss die Haut gewaschen und vom Dung und Verunreinigungen befreit werden. Dann wird die Haut „geäschert“. Dabei werden die Haare entfernt und das Kollagengefüge der Haut aufgelockert.

Die Fleisch, Fett- und Bindegewebereste werden abgeschabt. Den Job übernimmt eine spezielle „Entfleischmaschine“.

In verschiedenen Arbeitsschritten wird die Haut nun durch biochemische Prozesse wie Entkälken, Beizen und Pickeln für die eigentliche Gerbung empfänglich gemacht.

Nun erfolgt erst die eigentliche Gerbung, also die Umwandlung der bis dahin rohen Haut in haltbares Leder. Je nach Methode (pflanzliche / mineralische / synthetische Gerbung) wird die Haut mit entsprechenden Gerbmitteln behandelt.

Bei der pflanzlichen (vegetabilen) Gerbung kommen z.B. Gerbstoffe aus Eichen- oder Fichtenrinden zum Einsatz. Bei der Mineralgerbung verwendet man v.a. Chromsalze oder Aluminiumsalze. Den Gerbvorgang übernehmen heute große drehbare Fässer oder Trommeln.

Das nun durchgegerbte und abgepresste Leder durchläuft noch ein paar finale Arbeitsgänge. So wird es noch gespalten (wenn es zu dick ist), hübsch gefärbt und gefettet. Bei der Färbung im Fass binden sich lösliche Farbstoffe fest an die Lederstruktur und durchdringen so das Leder vollständig.

Jetzt muss das Leder gut getrocknet werden, wonach es sich dann ziemlich steif anfühlt. Um die gewünschte Geschmeidigkeit zu erlangen, wird das Leder durch mechanisches Bearbeiten („Millen und Stollen“) weich gemacht. Früher wurden die Leder noch von Hand „weichgeknetet“, zum Glück übernehmen diese Arbeiten heute spezielle Maschinen und Millfässer.

Im letzten Arbeitsgang wird das Leder entsprechend seiner Verwendung zugerichtet, deshalb heißt dieser Schritt auch Zurichtung. Dabei erhält das Leder noch einige dauerhafte Eigenschaften, angenehme Aussehensmerkmale und spezielle (modische) Effekte.  Die Lederoberfläche wird hierbei geschickt korrigiert, dass eventuelle schadhafte Stellen wie Narben hübsch kaschiert werden. So wird z.B. bei fehlerhaften Ledern eine dicke zusätzliche Farbschicht aufgebracht und danach die Lederstruktur mit einer Prägewalze aufgebracht (da die originale Hautstruktur unter der Farbschicht verschwunden ist).

Abschließend wird die so „getunte“ Oberfläche mit einem wasser- und fleckabweisenden Schutz fixiert. Die Zurichtung umfasst also alle Maßnahmen, die das Leder für eine industrielle Weiterverarbeitung interessant machen.

 

Wir danken der Gerberei Gmelich für die Möglichkeit, den Gerbern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen zu dürfen und alles im Bild festzuhalten. »» www.gmelich.de

Doch nicht überall auf der Welt wird Leder schon so fortschrittlich, maschinell und umweltbewusst hergestellt wie in unseren deutschen Gerbereien. So findet die Lederherstellung z.B. in Marrakesch (Marokko) noch heute unter freiem Himmel unter einfachsten Bedingungen statt. Durch die Geruchs- und Umweltbelästigung wurde das Gerberviertel aus dem Stadtzentrum verbannt, und wer sich als Tourist in diese Ecke vorwagt, überlegt sich anschließend den Kauf von marrokanischen Lederwaren im Souk zweimal...

   Marrakesh2

              Marrakesh   Bildrechte: LCK

 

 

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